StiB Mobilitätsdaten in Studien


StiB Mobilitätsdaten

Erhebungen an der Professur für Mobilitätssystemplanung

Die Professur für Mobilitätssystemplanung (MSP) der TU Dresden forscht und lehrt zu Methoden der Planung von Mobilitätssystemen und wendet diese an, um Wege zu nachhaltiger und sicherer Mobilität aufzuzeigen – und damit einen Beitrag zur Umsetzung dieser gesellschaftlichen Ambitionen zu leisten.

Daten zum Mobilitätsverhalten stellen eine zentrale Grundlage für die Modellierung und Planung von Mobilitätssystemen dar. Um Mobilität vollumfänglich verstehen und analysieren zu können, als auch den steigenden Anforderungen an Mobilitätsdaten hinsichtlich ihrer räumlichen und zeitlichen Auflösung gerecht zu werden, führt die Professur MSP neben klassischen Haushaltsbefragungen zum Mobilitätsverhalten zunehmend auch GPS-basierte Erhebungen per Smartphone-App durch.

Städte in Bewegung – StiB 2025: Eine Mobilitätserhebung per Smartphone-App

Vom 7. April bis einschließlich 29. Juli 2025 fand die Smartphone-basierte Mobilitätserhebung „Städte in Bewegung: Mobilität verstehen – Zukunft gestalten“ in den beiden Städten Dresden und Berlin statt. Entwickelt vom Berliner Unternehmen Motiontag, war es Teilnehmenden mithilfe der StiB-App möglich, aufzuzeichnen, wie sie sich fortbewegen und wie viel Zeit sie dabei mit Aufenthalten verbringen. Lernende Algorithmen sowie Sensoren im Smartphone unterstützten die Erfassung und schlugen Verkehrsmittel und Aufenthaltszwecke vor. Ergänzend füllten die Teilnehmenden einen sozio-demografischen Fragebogen in der App aus.

Benutzeroberfläche der Mobilitätserhebungs-App StiB: Städte in Bewegung

Benutzeroberfläche der Mobilitätserhebungs-App „StiB: Städte in Bewegung“

Auf Basis dieser Daten war es das Ziel, Mobilität in den beiden Städten zu analysieren und zukünftige Trends abzuschätzen. Mehr Informationen zum Projekt finden Sie auf der Projektwebseite von „Städte in Bewegung – StiB“.

Die Professur für Mobilitätssystemplanung der TU Dresden als Datenteilerin

Insbesondere die gewonnenen Positions- bzw. Routendaten können auch für andere Forschungsprojekte einen großen Mehrwert liefern:

Im Rahmen des Projekts DDtrust-scale wurde in der StiB-Erhebung ein „Broad Consent“ (breite Einwilligung) integriert: Teilnehmende konnten so zusätzlich einwilligen, ob sie ihre Daten über das Erhebungsziel hinaus für weitere wissenschaftliche, nicht-kommerziellen Bereiche der Mobilitätsforschung, Stadt- und Verkehrsplanung sowie Geoinformation freigeben möchten.

Durch Pseudonymisierung der Mobilitätsdaten (inkl. geo-referenzierter Routenverläufe) und mit Unterstützung der Unabhängigen Treuhandstelle der TU Dresden ist es der Professur MSP so möglich, die Mobilitätsdaten zur Nachnutzung anzubieten.

Sie haben an der StiB-Erhebung teilgenommen? Unter Datenschutzrechtliche Informationen zur Nutzung von Mobilitätsdaten erfahren Sie, in welchen Forschungsprojekten Ihre Mobilitätsdaten genutzt werden. Darüber hinaus wird die dazugehörige Datenschutzerklärung bereitgestellt.

Der StiB-Datensatz

Die Forschungsdaten, die zur Nachnutzung bereitgestellt werden sollen, finden sich in der StiB Broad Consent Database wieder. Diese ist hierarchisch aufgebaut und besteht aus vier miteinander verbundenen Ebenen:

Struktur des StiB-Datensatzes

Zugang zum StiB-Datendienst

Wissenschaftliche Einrichtungen in Deutschland können nach vorheriger Registrierung ab September 2026 einen Nutzungsantrag stellen. Der Antrag wird durch ein hierfür eingesetztes Gremium der TU Dresden geprüft. Bei Genehmigung des Antrages wird der Datensatz bereitgestellt.